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🌟Du kannst nicht, nicht führen!🌟

In meiner Arbeit mit Führungskräften höre ich häufig wie administrative Arbeit und/ oder Sonderaufträge den Führungsalltag erschweren. 🗣️ Eine Teilnehmerin sagte in einem Workshop „wir haben doch gar keine Zeit wirklich zu führen“. 


📋 Ich bat die Teilnehmer:innen, ihren Tag in Gedanken durchzugehen – vom ersten Betreten des Büros ☀️ bis hin zur letzten E-Mail am Abend 📧 . Wann hatten sie aktiv mit ihrem Team gesprochen 💓 ? Wann waren sie nur „on the Fly“ 🪽 an ihren Mitarbeitenden vorbei, auf dem Weg ins nächste Meeting oder zur nächsten Aufgabe 📅 ? Wann hatten sie welche Entscheidungen getroffen oder auch vor sich hergeschoben? Wann wurden unbequeme Gespräche geFÜHRT oder eben auch nicht? Anschließend sollten die Teilnehmer:innen bewerten, an welchen Punkten sie der Meinung waren geführt zu haben. Die Aufgabe schien simpel, aber schon nach wenigen Minuten sah ich nachdenkliche Gesichter🤔, denn schnell wurde klar: 

Führung passiert in jedem Moment, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. 


💡 Für mich persönlich sind drei Faktoren essenziell:

1. 🫶🏻Als (angehende) Führungskraft sollte ich wirklich Lust haben diese verantwortungsvolle Aufgabe anzunehmen und mich zu allererst fragen „will ich das wirklich“? Vielleicht macht auch mal ein Job-Shadowing bei einer anderen Führungskraft als der Eigenen Sinn. Wie klaffen vielleicht auch Wunsch und Wirklichkeit auseinander und bin ich dann bereit diesen Schritt immer noch zu gehen? 


2. 🎭Authentizität: ich finde es wichtig die Maske auch mal fallen zu lassen. Als ich Führungskraft war, habe ich mein Team teilhaben lassen. An meinen Gedanken, Tagesabläufen und auch Gefühlen. Der Grat ist schmal und jeder muss für sich rausfinden wieviel Selbstoffenbarung zu einem passt. Ich habe damit großartige Erfahrungen gemacht.


3. 🪞(Selbst)-Reflexion: gerade wenn das Hamsterrad scheinbar nicht mehr aufhört sich zu drehen, ist es aus meiner Sicht wichtig, sich mal von oben zu beobachten und zu reflektieren (analog der Aufgabe im Workshop, den eigenen Führungstag einmal kritisch durchzugehen). Auf die Aufgaben bezogen: Was sind Dinge die man ab sofort verwerfen sollte? Womit würde es sich lohnen zu starten und was sollte genau so bleiben wie es ist, weil es erfolgreich ist? Auf einen selbst bezogen: am besten aktives Feedback einholen. Blinde Flecken, also Dinge, die für mich im Verborgenen liegen jedoch meinen Mitmenschen total bewusst sind, können nur so an die Oberfläche gelangen und aktiv behandelt werden.


 💎 Mein Fazit also: selbst wenn du glaubst, keine Zeit für Führung zu haben wirst du doch immer im Kontext der eigenen Führungsrolle bewertet und beurteilt – durch dein Verhalten, deine Präsenz oder eben auch durch deine Abwesenheit.


Führung passiert und es liegt in deiner Hand wie du es machst - du kannst eben nicht, nicht führen 😉.




Was denkt ihr darüber?

 
 
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